Sanierung Stabdeck - schmale Fugen (3mm) ausfräsen

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A.Lue
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Sanierung Stabdeck - schmale Fugen (3mm) ausfräsen

Beitrag von A.Lue » Di 7. Jan 2020, 08:46

Hallo zusammen!
Um mich kurz vorzustellen, mein Name ist Arne und ich habe Ende der letzten Saison die Rival, einen 22er Schärenkreuzer von 1936 erworben.
Vor dem Kauf war mir bereits aufgefallen, dass die Fugen des Stabdecks nicht in Ordnung sind. Schärenkreuzer typisch habe ich ein lackiertes Oregonpine Deck, in meinem Fall massiv. (Der Lack über den Fugen war gerissen)
Ich habe nun begonnen zunächst die Lackierung abzutragen (zunächst nur geschliffen, inzwischen zusätzlich auch mit Hilfe einer Lackfräse) und habe dabei festgestellt, dass das Fugenmaterial extrem klebrig ist und beim schleifen verschmiert. Ein herausschneiden ist stellenweise praktisch nicht möglich.
Somit kommt vermutlich nur herausfräsen in Frage.
Zunächst hatte ich vor die Fugen mit einer Flachdübelfräse zu bearbeiten, die jedoch 4mm Fräsbreite hat. Meine Fugen sind jedoch knapp unter 3mm und ich zögere diese einfach zu verbreitern. Natürlich kann das auch einen Vorteil haben, denn damit erhalte ich eine saubere Fuge.
Nun bin ich auf der Suche nach alternativen Fräsen. Gibt es eventuell Erfahrungen mit solch einer Situation?
Eine Oberfräse scheidet meines Erachtens aus. Ein 3mm Fräser würde sich vermutlich schnell mit dem klebrigen Material zusetzen. Außerdem benötigt eine Oberfräse zu viel Platz und ich käme an Fugen im Bereich des Süllrandes nicht heran.
Für Tipps und Entscheidungshilfen wäre ich sehr dankbar!

Vielen Dank im Voraus und Gruß
Arne
Zuletzt geändert von A.Lue am Do 9. Jan 2020, 08:55, insgesamt 1-mal geändert.
Detlef Lutz
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Re: Sanierung Stabdeck - schmale Fugen (3mm) ausfräsen

Beitrag von Detlef Lutz » Di 7. Jan 2020, 11:40

Hallo und Moin Arne
Von Fein gibt es dieses Werkzeug.
https://toolineo.de/fein-schneidmesser- ... gLsWfD_BwE

genau die benötigte Breite. Den Multimaster, wenn nicht vorhanden, kann man sich bestimmt beim Kollegen leihen.
Gruß
Detlef
A.Lue
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Re: Sanierung Stabdeck - schmale Fugen (3mm) ausfräsen

Beitrag von A.Lue » Di 7. Jan 2020, 11:45

Moin Detlef,
das Werkzeug hab ich, funktioniert aber nicht weil
1. Die Fuge knapp unter 3mm ist
2. die Fugenmasse zu klebrig ist
helmsman-2
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Re: Sanierung Stabdeck - schmale Fugen (3mm) ausfräsen

Beitrag von helmsman-2 » Di 7. Jan 2020, 12:39

Hallo Arne,

Du könntest das Blatt Deiner Flächendübelfräse (ich vermute, das, was ich als Lamellofräse kenne) schmaler schleifen lassen. Es sind meines Wissens Hartmetallaufsätze auf dem Sägeblatt. Wenn das Blatt selber nicht dicker als 3 mm ist, müsste das gehen. Einfach mal mit einem Schleifbetrieb sprechen, was möglich ist. Hast Du vor, Anschlagleisten zu verwenden, oder wie führst du die Maschine?

Wie wäre es sonst mit einem selbst hergestellten, hakenförmigen Werkzeug aus 3 mm dickem Blech, mit dem man die Fugenmasse ziehend von Hand aus der Nut ziehen kann?

Viel Erfolg
Klaus
A.Lue
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Re: Sanierung Stabdeck - schmale Fugen (3mm) ausfräsen

Beitrag von A.Lue » Di 7. Jan 2020, 15:14

Hab grad über einen Fachhändler ein passendes Sägeblatt für Flachdübelfräsen mit 3mm Dicke ausfindig machen können.
Kostet leider 75€ (nur das Blatt) aber immerhin hab ich jetzt mal ne Lösung.

Trotzdem bin ich für Tipps und Anregungen dankbar!
Detlef Lutz
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Re: Sanierung Stabdeck - schmale Fugen (3mm) ausfräsen

Beitrag von Detlef Lutz » Do 9. Jan 2020, 18:00

Moin
Na wenn die Masse so klebrig ist hilft wohl eher ein selbstgebautes Handwerkzeug wie von Klaus vorgeschlagen.
Mit so einem Elektrowerkzeug, wo man dann noch nicht einmal sieht wo man gerade schneidet, geht schnell mal was weg wo es nicht sollte. Verschmieren wird es dann vermutlich auch noch.
Was kann denn in den Fugen sein? Evtl. gibt es Chemie wie Beize oder anderes zum anlösen der Masse um sie dann leichter hereus zu schaben. Probiere mal Citrusreiniger an einer Stelle.
Gruß
Detlef
Penduick_2
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Re: Sanierung Stabdeck - schmale Fugen (3mm) ausfräsen

Beitrag von Penduick_2 » Mi 22. Jan 2020, 15:11

Hallo Arne,
ich habe letztes Jahr die Fugen des Stabdecks meines Jollis mit 3 mm ausgefräst.
Erfahrungsschatz daraus ist:
- eine normale Oberfräse ist viel zu groß, man kommt nur an die mittleren Fugen ran, am Rand bleiben min. 3-4 Fugen unbearbeitet. Wird bei einer Kreissäge ähnlich sein...
- die 3 mm Fräser für die Oberfräse sind i.d.R. Einschneiden-Fräser und recht teuer. Sie steigen auch ohne Nagelkontakt recht schnell aus.
- von den geschätzt 1200 Nägeln, mit denen das Deck 1949 verlegt wurde, bleiben trotz aller Voruntersuchungen eine ganze Reihe, die plötzlich und ohne zu fragen erst beim Fräsen auftauchen (und dann Fräser kosteten)
- ich habe am Ende einen Dremel zur Oberfräse umfunktioniert und mit den 3 mm Hartmetallfräsern von Proxxon gearbeitet.
- incl. Lehrgeld habe ich für ca. 200,- € Fräser gebraucht (für ca. 150 lfd. m Fuge)
- der Dremel hatte auch den Vorteil, dass ich mit ihm erheblich weiter an die Ränder (Kajütwand, Süllbord, ...) gekommen bin.
- die letzten 3 m Freihandfugen waren dann noch mal ein eigenes Thema...
VG
Matthias, R407
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