Hochbocken des Bootes

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helmsman-2
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Hochbocken des Bootes

Beitrag von helmsman-2 » So 11. Feb 2024, 19:52

Ich habe mich jahrelang im Frühjahr damit gequält, das Boot (Jollenkreuzer) vom Trailer hochzubocken, um an die Auflagestellen zum Schleifen und Streichen heranzukommen oder auch um überhaupt besseren Zugang zum Unterwasserschiff zu bekommen. Dabei, das muss ich zugeben, habe ich zum Teil recht gewagte Konstruktionen aus Holzbalkenstapeln, Balken, Bierkisten und Wagenheber verwendet, die niemals einer berufsgenossenschaftlichen Prüfung standgehalten hätten. Obendrein war das Aufbocken immer sehr mühsam, kräftezehrend und hat lange gedauert. Zum Glück ist nie etwas passiert.

Letztes Jahr habe ich mir nun eine Konstruktion überlegt, mit der ich das Thema sicherer und einfacher und kräftesparender gestalten wollte (man wird ja auch nicht jünger). Das Ziel war zunächst, den Anhänger samt Boot hochzubocken, dann das Boot auf zwei Querbalken oder Böcken zu lagern und nur den Anhänger wieder herunterzulassen (um ihn evtl. auch unter dem Boot herauszufahren). Dazu hätte man die Stützen mit den Stützfüßen nach unten eingebaut.
Es zeigte sich aber, dass man einfacher auch nur das Boot hochheben kann, indem man die Stützfüße mit der Auflagefläche nach oben einbaut und die Auflagerbalken direkt hochhebt (sofern genügend Platz zwischen Hänger und Boot ist).

Ich möchte nun nicht weiter auf die Einzelheiten eingehen, zumal bei unterschiedlichen Booten auch immer Abweichungen der Vorgehensweise erforderlich sein werden.
Ich möchte dies nur als Idee und Anregung geben, für alle, die vielleicht mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben (bzw. hatten), wie ich.
Die Lösung sind Hubspindeln. Die Teile für die Hubspindeln sind relativ günstig im Gerüstbau zu beschaffen. Das Aussenrohr ist ein Gerüstrohr (Stahl), das passend abgelängt wird und das für die Spindeln und Spindelmuttern vom Durchmesser genau passend ist. Darauf achten, dass die Muttern möglichst lange Hebel haben. Die U-Schellen sind auch im Internet günstig zu beschaffen, die Stahlplatten (in meinem Fall aus 8 mm Flachstahl) mit den vier Bohrungen sind das Einzige, was man selber herstellen muss.
Klar, die Anhängerholme sollten rechteckig sein, sonst muss man modifizieren oder sich etwas anderes überlegen.
Ich würde mal schätzen, dass man mit vertretbarer Mühe mit vier Spindeln so um die 1000 kg hochheben kann. Dabei die Muttern auf dem Gewinde und auf der Rohrauflagefläche gut fetten.

Die Stützfüsse werden immer nur bei Bedarf (also zum Heben des Bootes) angebaut. Man kann allerdings auch den Anhänger (im Winter) mit dem Boot darauf hochbocken und so die Gummifederung der Achse entlasten und einem „Standplatten“ der Reifen vorbeugen. Ausserdem muss der Hänger beim Betreten des Bootes nicht mehr extra gegen Umkippen nach hinten gesichert werden.

Es gibt sicher auch noch andere Ideen. Es wäre vielleicht interessant, auch diese hier zu hören bzw. zu lesen.

Viele Grüße
Klaus
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