Das Ende der verkorxten Saison

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HermannLenz
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Das Ende der verkorxten Saison

Beitrag von HermannLenz » So 18. Okt 2020, 13:43

Moin.
Ja, das war sie, die andersartige Saison im Zeichen der "Krone" . Ich hoffe , der Kelch ist an euch vorüber gegangen. Ich war zum Glück zum Glück verschont, in meinem Skipperkreis gab / gibt es Infektionen.
Für mich ist erst mal Schluss.
Boote warten auf den Kran
Boote warten auf den Kran
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Da hängt sie mit reichlich Modder am Rumpf
Da hängt sie mit reichlich Modder am Rumpf
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Eine Weile mit dem Hochdruckreiniger spritzen wirkt Wunder
Blitzblank geht es dann in die Winterhalle
Blitzblank geht es dann in die Winterhalle
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Motoröl , Getriebeöl , alle Filter , .... gewechselt , Seewasserkreis gespült, Frostdchutz rein ,
.... dann kann der Motor in den Winterschlaf gehen und sich von den 25 Saison - Laufstunden erholen.
Heute noch unter den Bodenbrettern den Rumpf ausschrubben , damit auch der Hafenmodder raus ist der durch die vielen Plankenfugen im Frühjahr eingedrungen ist.
Ja , dann kann jetzt nahtlos die Advent - und Weihnachtszeit kommen .🎅🤶🧙‍♂️👼 .
Und hoffentlich wieder eine richtige Saison .
Bleibt gesund!
Es grüßt Bootsmann Hermann mit dem 55 jährigen Oldy SILESIA
(Ehemals : hermann.l und hermann.lenz )
MatthiasSR165
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Re: Das Ende der verkorxten Saison

Beitrag von MatthiasSR165 » Mo 19. Okt 2020, 19:41

Ich habe eine sehr reiche Saison hinter mir. Eigentlich bin ich so viel gesegelt, wie noch nie. Die Absage von allerlei Regatten, u.A. der Havelklassik, war schade. Aber es gab einen schönen Boddenurlaub, es gab Segeln mit Freunden, es gab ruppiges Bolzen, es gab sanftes Schleichen, es gab rasantes Glitschen. Es gab Abende mit Sonnenuntergang an Bord, im warmen Holzton der Mahagonieplicht, bei nem Bier oder nem Sherry. Der Jolli hat seit Mai nen Spi, das macht das Segeln deutlich noch interessanter.
Im September gabs eine Coronainfektion. Mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Arbeitsweg mit den Öffis. Im privaten und dienstlichen Umfeld hatte es in der fraglichen Zeit keiner, Partys, Kino, Konzerte haben wir gemieden, in den seltenen Restaurantbesuchen waren wir mit Abstand und draußen.
Die Krankheit ist auch bei relativ mildem Verlauf eigentlich ziemlich eklig. Aber zumindest war ich so pünktlich genesen und aus der Quarantäne, dass ich noch mal segeln konnte und am Aufslippen im verein mitmachen konnte.

Die Anoden sind fast weggefressen, dafür ist der Unterboden in diesem jahr so gut wie ohne Rostbläschen oder -aufblühungen (von einer ganz flachen, stecknadelkopfgroßen abgesehen).

So gibt´s einen Rückblick auf die Saison in Dankbarkeit

Gruß
Matthias (SR165)
P899
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Re: Das Ende der verkorxten Saison

Beitrag von P899 » Mo 19. Okt 2020, 22:18

Bei mir ist es ähnlich. Viele Regattaabsagen aber auch viele schöne Stunden auf dem Wasser. Allerdings weniger mit meinem Jollenkreuzer, dafür mit meiner neuen RS AERO, die nach fast 35 Jahren meinen Laser ersetzt hat und sehr viel Spaß macht.
HermannLenz
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Re: Das Ende der verkorxten Saison

Beitrag von HermannLenz » Sa 24. Okt 2020, 15:59

Ach was . Würde Loriot sagen .
Es gibt keine verkorxte Saison , außer man sorgt selbst dafür.
Es ist natürlich schade , dass so viele Ausfahrten , Regatten, ..... abgesagt wurden .
Da hat sich jeder einen Ersatz gesucht.
Ich habe natürlich dennoch viel Zeit an Bord verbracht, eben überwiegend in der Einsamkeit der Ems . Ruhe ist auch was Schönes , zumindest im Vergleich zu einem rappelvollen Hafen , wo die Grillabende nahtlos in ein Trinkgelage bis zum Sonnenaufgang übergehen .
So , erstmal die Rumpfplanken unter den Bodenbrettern mit der Scheuerbürste und Essigreiniger von Frosch ordentlich geschrubbt.
Frisch geschrubbt Planken
Frisch geschrubbt Planken
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Es lagert sich nach der Wasserung im Frühjahr immer genügend Hafenmodder im Rumpf ab , der durch die Fugen noch eindringt.
Für uns beginnt dann das winterliche Arbeitsprogramm , für das Boot beginnt die Winternacht in der Winterhalle.
Jetzt beginnt die Ruhe der beginnenden Winternacht
Jetzt beginnt die Ruhe der beginnenden Winternacht
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Ja , da haben wir alle genug zu tun .
Insbesondere wende ich mich den Plankennähten zu , die mal dringend wieder kalfatert werden müssen. Planken sind zum Glück dick genug , ca. 25mm , da muss ich mir keine Sorgen machen . Aber reichlich neue Schrauben und Proppen kommen noch rein , denn auch ein zölliger Plankenrumpf wird im Lauf der Jahrzehnte "weich" . Da bringt auch Kalfatern irgendwann nix mehr , im Gegenteil, die Planken heben sich weiter vom Spant.
Ich wünsche auch allen Karweel - Boot Eignern ein gutes Händchen dabei , wenn kalfatert wird . Ist schließlich auch unsere Lebensversicherung , dass unsere geldliche noch nicht einspringen muss , bei den Erben .
Bleibt gesund und fröhlich und zuversichtlich und hoffnungsvoll für die Zukunft . Es kann nur noch besser werden.
Es grüßt Bootsmann Hermann mit dem 55 jährigen Oldy SILESIA
(Ehemals : hermann.l und hermann.lenz )
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